Einsatzbericht Covid-19 Nr. 12

Tagebuch 14.04.2020

Andreas Walder (Küchenteam)

Es ist bereits die 4. Woche in welcher wir uns pünktlich um 07:30 Uhr in der ZSA in Rüti treffen. Durch die Covid 19 Situation sind die «Einlassbestimmungen» in die Anlage um einiges umfangreicher geworden. Zuerst wird ein Mundschutz abgegeben, danach werde ich gefragt ob ich gesund bin und ob ich in Kontakt mit erkrankten Personen gekommen bin. Danach nehme ich meinen Badge in Empfang, welcher mich berechtigt, mich überall in und um die Zivilschutzanlage zu bewegen. Unten in der Küche im Ortskommandoposten angekommen, treffe ich auf die restliche Truppe der Küche. Wir haben unseren Rapport, in welchem das Mittagsmenü, Anzahl der zu verpflegenden Personen, Unverträglichkeiten (Laktose, Gluten, Erdnüsse etc.), spezielle Essenswünsche (Vegi, vegan, ohne Schweinefleisch) sowie allfällige externe Verpflegungsaufträge besprochen wird. Weiter wird geklärt wer für was an diesem Tag zuständig ist. Dies ist unter anderem das Einkaufen, die Getränkeversorgung für die Mannschaft und Kader beim Essbereich, Kontrolle für die Einhaltung der verschärften Hygienemassnahmen, das Kochen des Mittagsmenü und bereitstellen des Materials für die externen Verpflegungsaufträge. Ich bin heute für das Kochen des Mittagsmenüs (es gibt Pilawreis, Buttergemüse und Chili con Carne) sowie das Bereitstellen des Materials für die externen Verpflegungsaufträge zuständig. Um 09:00 Uhr beginne ich das Fleisch für das Chili zu sautieren (anbraten) gleichzeitig bereite ich den Reis für den Steamer vor. Die Kollegen rüsten gleichzeitig das Gemüse für den Mittag und schauen, dass die Getränkeversorgung oben in der Turnhalle (wo gegessen wird) sichergestellt ist. Das Küchenteam selbst pflegt untereinander einen freundschaftlichen und amüsanten Umgang. Während der ganzen Arbeit werden Witze gerissen, Geschichten ausgetauscht und um die bereits gute Laune noch weiter zu fördern, lassen wir unsere Musik laufen.

Als der Zeiger sich auf 11:00 Uhr bewegt, gehen wir gemeinsam nochmals alles durch, ob wir auf alles geachtet haben und nichts vergessen wurde. Die Verpflegung für Externe wird in spezielle Wärmeboxen abgefüllt und dem Fahrer übergeben.

Um 11:30 Uhr befüllen wir die Fassstrasse für unsere Zivilschützer. Durch die erhöhten Hygienevorschriften auf Grund des Covid-19 wird das Essen auf Einweggeschirr herausgegeben. So kommt die Küchenmannschaft nie in den direkten Kontakt mit der restlichen Mannschaft. Beim Herausgeben wird auch hier wieder penibel auf die Einhaltung der Hygienevorschriften geachtet. Die Rückmeldungen der Mannschaft ist durchwegs positiv, was auch für uns eine schöne Bestätigung unserer Arbeit ist.

Nach dem Service um 13:30 Uhr wird zusammengeräumt und das Material in der Küche entsprechend entsorgt, gewaschen, geputzt und desinfiziert. Anschliessend können auch wir uns hinsetzen und das Essen geniessen. Dort diskutieren wir auch, was gut funktioniert hat oder was nicht und was wir für ein nächstes Mal vielleicht verbessern könnten.

Um 14:00 Uhr waschen wir gemeinsam alles ab und ich reinige noch den Kipper, welchen ich am Morgen für das Chili gebraucht habe. Gleichzeitig haben wir noch einen Verpflegungsauftrag erhalten für den Abend. Da das Kader eine spätere Sitzung hat, haben sie uns um einen kalten «Znacht» gebeten. Wir machen also für jede Person einzeln (Hygienevorschriften) eine kalte Platte mit Brot, Butter, Fleisch und Käse.

Anschliessend gehe ich zusammen mit Wm Felber für den nächsten Tag einkaufen. Der Einkauf wird dabei meist in der Migros in Rüti getätigt, in welchem man sich bereits kennt. So besteht auch die Möglichkeit, bei Notsituationen schnell und unkompliziert an Nahrungsmittel zu kommen.

Um 15:00 Uhr wird alles vorbereitet, was für den nächsten Tag bereits möglich ist (Mise en Place). Danach reinigen wir die komplette Küche und desinfizieren alle Ablagen. Ebenfalls wird das Material, welches an Externe geliefert wurde, nach dem Rücktransport komplett gewaschen und desinfiziert.

Als die Uhr 16:00 anzeigt, heisst es für die Küchenmannschaft Feierabend. Wir verabschieden uns voneinander und kommen so noch zum Genuss der letzten warmen Sonnenstrahlen von diesem schönen Frühlingstag.

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