Einsatzbericht Covid-19 Nr. 13

Tagebuch 14.04.2020

Peter Eichenberger (Betreuer)

08:00Uhr: Es ist ein kalter Morgen, die Temperatur liegt nur knapp über Null Grad als ich das

Gelände des Alterszentrum Breitenhof in Rüti betrete. Der Himmel ist stahlblau und erste wärmende Sonnenstrahlen scheinen mir aufs Gesicht, es verspricht ein perfekter Frühlingstag zu werden! Beim Eingang werden ich und meine drei Zivilschutzkollegen wie jeden Morgen freudig empfangen und wir machen uns gleich auf den Weg zu unseren Stationen.

Es kann von Glück gesprochen werden, dass im Alterszentrum bis jetzt weder unter den BewohnerInnen noch bei den Angestellten jemand an COVID-19 erkrankt ist. Damit dies möglichst so bleibt, steht jeweils jemand von uns am Eingang und kontrolliert, dass niemand Aussenstehendes ins Zentrum reinkommt und sich alle an die Regel zur Händedesinfektion halten. Natürlich tragen wir alle auch Schutzmasken.

08:30Uhr: Diesen Morgen bin ich im "Stübli" eingeteilt und helfe einer Bewohnerin beim Frühstück. Auch das Abräumen der Tische und Nachbestellen von Geschirr, Essen und Getränken gehört zu meinen Aufgaben. Einerseits können wir damit in dieser stressigen Zeit das Personal entlasten und gleichzeitig arbeiten wir uns als präventive Massnahme in die Abläufe ein, um bei Personalausfällen möglichst viel übernehmen zu können.

09:30Uhr: Eine kurze Pause steht an und ich kann mir einen Kaffee genehmigen, bevor wir beim Rapport die anstehenden Aufgaben durchgehen.

10:00Uhr: Ich mache mich mit dem Teewagen auf und verteile Getränke in den Zimmern. Hier und da halte ich einen kurzen Schwatz und verabrede mich bereits mit einer Bewohnerin für einen Spaziergang am Nachmittag. Vor dem Mittag führe ich ein längeres Gespräch mit einem Bewohner über die harten Zeiten die er früher als Landwirt durchlebte und bekomme so einen spannenden Einblick in seine Lebensgeschichte.

12:00Uhr: Aus der Küche duftet es bereits und wir werden mit einem feinen Zmittag inkl. Dessert verwöhnt. Dabei haben wir Zivilschützer Gelegenheit uns untereinander auszutauschen und uns für den Nachmittag zu stärken.

13:30Uhr: Inzwischen ist es schon fast sommerlich warm geworden und es zieht viele Bewohner bei dem sonnigen Wetter nach Draussen. Mit denen, die selbst nicht mehr mobil genug sind, unternehme ich diesen Nachmittag einige Spaziergänge. Um das Alterszentrum herum wurde ein Rayonverbot ausgesprochen, man darf sich nur noch auf dem Weg um das Gebäude herum bewegen. Die kurze Runde wird aber durch die Tiere des dazugehörenden Bauernhofs bereichert und die BewohnerInnen erfreuen sich besonders über die aufblühende Natur. Wir können blühende Kirsch- und Apfelbäume sowie diverse Wiesenblumen bewundern. Die Magnolien sind bei den kalten Temperaturen über die Nacht leider erfroren.

15:00Uhr: Da im Alterszentrum ein Besuchsverbot gilt, organisieren wir zur Aktivierung mit den Bewohnern einen Spielenachmittag auf der Dachterrasse mit Kaffee und Keksen. Bei ausgelassener Stimmung geniessen wir die Aussicht auf die Bergwelt, die sich uns von hier oben bietet.

16:30Uhr: Ein Tag an dem wir den BewohnerInnen vom Breitenhof viel Freude bereiten konnten neigt sich dem Ende zu. Vor dem Feierabend fahren in den OKP Schwarz um unsere Kleidung zu wechseln, damit wir den kommenden Tag wieder frisch starten können.

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